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Montag, 31. August 2015

Alben und Songs des Monats - August



Krallice - Ygg huur

Krallice haben zwischen 2008 und 2012 vier gute bis hervorragende Alben äußerst progressiven und technischen Black Metal (im weitesten Sinne) veröffentlicht, bevor sie Ende Juli fast ohne Vorwarnung das fantastische Ygg huur heraus brachten.

Es fällt weiter hin schwer die Musik der Band zu beschreiben, ohne in Superlative und seltsame Genrebeschreibungen zu verfallen. Krallice machen unglaublich technischen, progressiven Black Metal, mit einem zunehmenden Anteil an Death Metal und anderen Elementen. Das Alles servieren sie in schwindelerregender Geschwindigkeit, Dichte und einem absurden "Schwierigkeitsgrad". Die Mitglieder der Band sind in vielen weiteren äußerst technischen Bands aktiv, bei denen mir aber oft alles etwas zu kalkuliert und verkopft klingt. Bei Krallice war das für mich von Anfang an anders. Denn auch wenn die Musik zunehmend technischer und experimenteller wurde, behielt sie sich auch immer Qualitäten, die guten Metal auszeichnen: Energie, Emotionen, Transzendenz. So war ihr letztes Album Years Past Matter ein unhandliches, durchgeplantes Monster, das einem beim Hören dennoch in andere Welten schleuderte.

Ygg huur verzichtet auf die ausschweifenden Tendenzen des bisherigen Bandschaffens und klingt statt feierlich und ausladend eher punkig, dreckig und roh. Die Songs überschreiten die 6-Minuten-Marke kaum noch und erhöhen gleichzeitig scheinbar das musikalische Chaos. Dazu sind die melodischen, "schwebenden" Elemente des Bandsounds etwas zurück genommen und weichen mehr technischem Death Metal. Als weitere Inspiration diente offenbar die Musik des experimentellen Komponisten Giacinto Scelsi, dessen Werk wohl nicht nur für den merkwürdigen Albumnamen, sondern auch den theoretischen Überbau von Ygg huur, Pate stand.  
Deswegen erfordert Ygg huur noch mehr Geduld des Hörers, da sich der "Sinn" des neuen Sounds erst langsam entfaltet. Dann schälen sich aus der Kakophonie doch wieder große, mitreißende Epen. Aus den komplexen Riff-Wänden werden dann atemlose, wütende Songungetüme, die wie eine Naturgewalt über den Hörer hinweg fegen und nur Staunen und Erleuchtung zurück lassen.

Lieblingslieder: Over Spirit, Tyranny Of Thought, Bitter Meditation 

FKA twigs - M3LL155X
"You are phoenix, you are fire, you are everything.
I just want for you to love you."

M3LL155X, die neue Überraschungs-EP von FKA twigs ist die erste nicht nummerierte Veröffentlichung der Künstlerin und enthält gleichzeitig ihre musikalisch und stimmlich gewagtesten Songs. Es ist immer noch diese unverkennbare Mischung aus RnB und experimentellem Electro, aus Erotik und Horror. Neu dabei sind aber jetzt noch mehr starke Pop-Elemente, ebenso aber auch mehr beunruhigende Momente, die man fast als Noise bezeichnen könnte.

Am auffälligsten ist dabei der Song In Time als Mittelpunkt der EP. Hier wagt sich twigs, noch weiter als zuletzt auf Two Weeks, auf das Terrain der lupenreinen Pop-Hymne vor. In Time verneigt sich vor dem RnB der 90er Jahre, hat einen Refrain der an Charli XCX erinnert und ist einfach nur ein ganz großer Hit.
Die restlichen Songs sind da schleichender, weniger poppig und zutiefst unheimlich. FKA twigs hat schon immer das Talent gehabt sehr erotische Musik zu machen, die gleichzeitig irgendwie abstoßend ist oder zumindest eine Gänsehaut erzeugt. Die zusammen hängenden Musikvideos für alle fünf Songs, die gleichzeitig veröffentlicht wurden, unterstreichen diesen Eindruck noch. Sie vervollständigen twigs Version und wirken wie eine Mischung aus Erotikfilm, postmoderner Tanzdarbietung und einem Horrorfilm.
Doch auch ohne die visuelle Begleitung entfalten die Songs eine große Wirkung. Stimmlich und textlich spielt twigs dabei mit verschiedenen Rollen. Auf I'm Your Doll ist sie die scheinbar unterwürfige Sexfantasie, während sie auf In Time mächtig und fast aggressiv klingt. Auf dem fieberhaften Glass & Patron vermischt sie diese verschiedenen Stimmen und Rollen, zerstückelt sie und macht irgendwie einen tanzbaren und hypnotischen Song daraus.
Alle Songs auf M3LL155X klingen voller und produzierter als twigs bisheriges Schaffen und das im durchweg positiven Sinne. Die EP strotzt vor aufregenden Momenten und Ideen ohne jemals überladen zu wirken. Auch nach unzähligem Hördurchgängen offenbaren sich so neue Details, gleichzeitig ist es aber auch die bisher rundeste Sammlung an tollen Songs im Schaffen von fka Twigs.      

Lieblingslieder: Figure 8, In Time, Glass & Patron

Foals - What Went Down
"What came of the things we once believed? 
Oh, all lost to the depths of a hungry sea."

Foals aus Oxford waren besonders in Großbritannien von Anfang an äußerst erfolgreich, ihre Musik dennoch immer von einem Veränderungsdrang geprägt, der zu drei unterschiedlichen, durchweg guten Alben führte. Ihr Debütalbum war einprägsamer Indie Rock mit einer Schlagseite zu Math Rock und jeder Menge nervöser Energie. Das zweite Album Total Life Forever war dann eine  große Wandlung - der Math Rock war fast ganz verschwunden, dagegen wurde es melancholischer, ausladender und deutlich erwachsener. Und auch das dritte Werk Holy Fire war wieder ein ganzes Stück anders. Foals schafften größtenteils den Spagat zwischen Songs, die eingängiger und poppiger waren, aber auch noch viel größer und epischer klangen, als das bisherige Schaffen der Band. Zusammen gehalten wurde der sich wandelnde Bandsound immer von dem leidenschaftlichen, sofort wieder erkennbaren Gesang von Yannis Philippakis. Da ist es auch wenig verwunderlich, dass er auf What Went Down wieder das Beste ist.

Viel wurde vorher darüber geschrieben wie rockig, roh und wild What Went Down klingen würde. Doch das ist mehr die Selbsteinschätzung der Band und weniger der sehr durchproduzierte Sound des Albums. What Went Down klingt über weite Strecken ähnlich wie Holy Fire, auch wenn die Leidenschaft zumindest streckenweise noch ein ganzes Stück nach oben geschraubt wurde. Etwas problematisch ist für mich nur, dass dieser Sound und diese Energie nicht durchgehend gehalten wird. Es gibt zu viele Stücke, die nicht nur poppiger, sondern auch blutleer und austauschbar klingen. Diese fehlende Konstanz war schon immer ein wenig mein Problem auf den Foals-Alben, fällt mir hier aber besonders auf. Zum Glück gibt es aber auch auf What Went Down durchaus einige Höhepunkte.

Das größte Highlight ist gleich der Titelsong. What Went Down fällt mit der Tür ins Haus, beginnt im Laufschritt, um sich dann immer weiter zu steigern. Hier klingt trotz der makellosen Produktion alles unmittelbar und roh, Philippakis Stimme klingt rasend, manisch, gut wie selten. Als erste Single und erster Song der Platte erzeugt What Went Down doch falsche Erwartungen. Der Rest des Albums ist mehr eine Mischung der Stile und Stimmungen, die Foals auf den vorherigen Alben durchgespielt haben, nur größer, aber eben auch zu poliert. Das klingt dann oft gut und unterhaltsam, aber wenig neu oder aufregend. Die größte Überraschung ist da vielleicht noch der Abschlusstrack A Knife In The Ocean, der sich über fast sieben Minuten entfaltet und mit Post-Rock und Dramatik à la We Were Promised Jetpacks aufwartet. Der Rest von What Went Down ist solide, am Ende aber auch wenig einprägsam und ein wenig enttäuschend.   
Lieblingslieder: What Went Down, Albatross, A Knife In The Ocean

Pissgrave - Suicide Euphoria
 (Auf die Cover-Abbildung verzichte ich aus "ästhetischen" Gründen...)

Das widerliche Cover sowie Band-, Album- und Songnamen wirken ein wenig als ob ein paar Jugendliche möglichst überzogen provozieren wollten. Damit sind Pissgrave vor allem in der Metalwelt nicht alleine - es gibt genug Bands, die so hart und böse sein wollen, dass es einfach nur noch peinlich rüber kommt...

...zum Glück ist die Optik bei Pissgrave aber keine leere Provokation, sondern eine durchaus gelungene Visualisierung ihrer absolut bösen, dreckigen und abstoßenden Musik (im positivsten Sinne!). Die Band macht, entgegen meiner Erwartungen, keinen  Grindcore, sondern zutiefst brutalen und primitiven Death Metal. Manchmal schleppend, meist schnell und chaotisch, immer aber mit überraschend viel Varianz und Wiedererkennungswert, hämmern sich Pissgrave durch neun hervorragende Songs. Statt von oberflächlichen Schockeffekten, lebt die Musik von einer wirklich beunruhigenden Atmosphäre. Und auch wenn es ein sehr abgenutztes Klischee ist: Pissgrave klingen einfach wirklich böse und das ohne jemals als zu gewollt zu erscheinen. Das liegt zu einem guten Teil am "Gesang" von Tim Mellon und Demian Fenton, mehr Unwetter als Stimmen und auf jeden Fall zutiefst unmenschlich und absolut unverständlich. Die Musik passt dazu perfekt. Sie ist knorrig und dreckig ohne Produktionsqualität zu opfern und klingt angemessen primitiv, ohne auf wieder erkennbare Melodien, Leads und Riffs zu verzichten.

Lieblingslieder: Perpetual War, Pain Enchantment, Fields Of Scattered Bones, Suicide Euphoria    
 
The Weeknd - Beauty Behind The Madness
"I heard that love is a risk worth taking.
I wouldn't know, never been that boy." 

Wer hätte gedacht, dass Abel Tesfaye fünf Jahre nachdem er anonym düstere R&B-Songs bei Youtube hochlud, plötzlich einer der größten Popstars der Welt ist? Ganz überraschend kam das natürlich nicht, nach Unterstützung von Drake, Features auf Chart-Hits und Songs auf den Soundtracks von großen Blockbustern. Doch die düstere Musik von the Weeknd und das problematische Image ihres Protagonisten will so gar nicht in den Mainstream passen. 
Es gibt jedoch zwei Kriterien, die Tesfaye vom Kritikerliebling zum potetiellen Superstar gemacht haben. Das Erste sind seine Texte, die voll mit Sex, Drogen und Depressionen so etwas zwischen Alltagsbeschreibung und Wunschfantasien einer ganzen Hörergeneration zu sein scheint.
Noch viel wichtiger aber ist, dass Beauty Behind The Madness ein musikalischer Quantensprung und eine selbstbewusste Hinwendung zu großer Popmusik ist. Es sind Songs auf dem Album, die problemlos im Radio oder im Club laufen können, aber sich trotzdem noch ihre dunkle Seite und Wucht bei behalten. Die Persönlichkeit von Tesfaye als gelangweiltem Playboy mit einer depressiven Ader, kann auf Dauer etwas anstrengend oder abstoßend wirken, balanciert aber gut die oft strahlenden Popsongs aus und gibt ihnen den nötigen Biss.

Gesanglich und musikalisch kommt der Vergleich mit Michael Jackson öfter und Tesfaye klingt durchaus ab und zu wie ein Michael Jackson, der jedoch im Gegensatz zum King of Pop sein Innerstes routiniert nach außen kehrt (besonders auf dem größten Hit Can't Feel My Face, der liebevolle Jackson-Kopie ist). Dazu erinnert er mich noch an eine weniger sensible und oberflächliche Version von Frank Ocean. Mit beiden gemeinsam hat The Weeknd eine enorme Hitdichte und ein Charisma, das die Musik zusammen mit der beeindruckenden Produktion deutlich über bloßes Guilty Pleasure erhebt. 

Die größte Schwäche bleibt die Reihenfolge der Songs. Die erste Hälfte von Beauty Behind The Madness besteht eigentlich nur aus Hits und ist beeindruckend in ihrer Konsistenz. Die zweite Hälfte kann dieses Niveau bei weitem nicht halten und leidet unter einer Anhäufung kitschiger Balladen. Schlecht ist das aber auch bei weitem nicht und alleine die erste Hälfte des Albums übertrumpft so ziemlich alles an Popmusik in letzter Zeit...  

Lieblingslieder: Losers (feat. Labrinth), Often, The Hills, Can't Feel My Face

Dr. Dre - Compton
"The world ain't enough, I want it all.
Goddammit, I'm too old, I forgot I got it all."

Dr. Dre muss der Musikwelt eigentlich wirklich nichts mehr beweisen. Er war Mitglied der legendären N.W.A., deren Karriere jetzt in einem äußerst erfolgreichen Biopic verfilmt wurde und wiederum sein aktuelles Überraschungsalbum inspiriert hat. Das würde schon reichen für ein erfülltes Künstlerleben. Doch nach N.W.A. brachte Dre zwei revolutionäre Soloalben heraus, gründete das berüchtigte Death Row Records Label mit, produzierte alles mit Rang und Namen im Hip Hop-Geschäft und verhalf unter anderem Snopp Dogg, Eminem, 50 Cent und Kendrick Lamar zum Durchbruch. All das machte ihn nicht nur unantastbar, sondern auch verdammt reich. Zuletzt fiel Dre aber vor allem als erfolgreicher Geschäftsmann auf, während sein lange verschobenes "Comeback"-Album Detox immer mehr zu einem Witz wurde. Diesen Makel in seiner Karriere hat Dr. Dre nun scheinbar ausgemerzt. Er veröffentlichte Compton ohne Vorankündigung und hatte gleichzeitig die Größe zu sagen, dass Detox Geschichte sei, weil es einfach nicht gut genug war. Und Compton?

Das kommt sicher sehr auf die Erwartungshaltung des Hörers an. Nimmt man die wegweisenden Vorgänger-Alben als Maßstab und erwartet einen weiteren Meilenstein, wird man sicher enttäuscht sein. Compton ist sicher ein gutes Rap-Album, aber es ist nichts Neues, nie da gewesenes.
Nimmt man dagegen das ewig verschobene Detox und Dre's musikalische Inaktivität als Maßstab, ist Compton unerwartet und zeigt einen vitalen, kreativen Rap-Mogul. Ich selbst habe seine Solo-Karriere nie wirklich verfolgt und bin mehr über das Interesse an den vielen Gast-Stars auf Compton aufmerksam geworden. Deshalb tendiere ich mit jedem weiteren Hördurchgang zu positiver Überraschung - mit einigen Einschränkungen.
Compton ist kein Soundtrack zu dem gerade erschienen Film und auch kein Konzeptalbum über die Stadt und Herkunft von Dr. Dre. Stattdessen ist es inhaltlich und auch auf die unzähligen Features bezogen, mehr wie ein musikalischer Streifzug durch die Karriere von Dre und ein Showcase für seinen gigantischen Einfluss auf den Hip Hop der letzten 30+ Jahre. Es ist jedoch kein Showcase für den Rapper und Produzenten Dr. Dre. Nicht das er schlecht rappen würde, aber es klingt eben oft nicht nach Dr. Dre, sondern nach den anderen Rappern, die hier an seiner Seite rappen und vermutlich auch viele seiner Parts für ihn geschrieben haben. Das ist nicht schlecht, hat aber oft keinen Wiedererkennungswert und wird überschattet von den vielen Gast-Rappern in Bestform.

Das ist vielleicht der größte Makel für Dr. Dre-Fans, für mich aber, nach anfänglicher Verwunderung, nicht sonderlich schlimm. Denn als Entschädigung erhält man eine Art Compilation an Gast-Beiträgen von unbekannten Rappern, altgedienten Helden und Dre's Protegés. Und fast alle sind sehr gut in Form, viele gar in vollkommen unerwarteter Topform.
Kendrick Lamar ist das wenig überraschende Highlight auf zwei Songs und hat auch ansonsten einen spürbaren Einfluss auf die Produktion und die Raps von Dr. Dre.
Viel überraschender ist dagegen die beeindruckende Präsenz von Xzibit und Snopp Dogg. Während Ersterer zuletzt hauptsächlich als Meme bekannt war, ist Letzterer nach vielen Neuerfindungen mehr eine Parodie seiner Selbst. Und plötzlich sind sie zurück und aufregend wie selten. Xzibit kommt mit einem Beatwandel im Laufschritt in sein geniales Feature, während Snopp Dogg in 90er-Topform zusammen mit Jon Connor einen der besten Tracks auf Compton hat. Auch andere große Rapper, die ihren Zenit scheinbar schon überschritten hatten, scheinen sich durch Dre's Präsenz nochmal zu Bestleistungen getrieben zu haben.
Daneben erhalten auch wieder unbekanntere Rapper großzügige Momente im Scheinwerferlicht. Das geht so weit, dass der Rapper King Mez noch vor Dre selbst die erste Stimme auf dem Album ist und weitere eher unbekannte Künstler gleichberechtigt neben Superstars stehen und sich dabei gar nicht so schlecht schlagen. Die einzigen Ausfälle sind hier für mich mal wieder Eminem und der Skit am Ende des ansonsten großartigen Loose Cannons. Der Skit, in dem offenbar eine Frau erschossen wird, ist geschmacklos und Frauenfeindlich, während Eminem mittlerweile nur noch ein Frauenhassender Schreihals zu sein scheint. Das ist schade, insbesondere im Lichte von Dr. Dres Vergangenheit und schmälert den Hörgenuss.           

Insgesamt folgt Compton dem momentanen Trend und verzichtet auf offensichtliche Singles oder Radio-Freundlichkeit zugunsten eines richtigen Rap-Albums. Gleichzeitig ist es aber auch nicht wirklich riskant, sondern glänzt mehr mit einer farbenfrohen, makellosen Produktion und einem Breitwand-Sound voller Hooks und einprägsamer Momente.  

Lieblingslieder: Talk About It (feat. King Mez & Justus), Genocide (feat. Kendrick Lamar, Marsha Ambrosius & Candice Pillay), One Shot One Kill (performed by Jon Conor feat. Snoop Dogg), For the Love of Money (feat. Jill Scott, Jon Connor & Anderson .Paak)


Songs:


 Joanna Newsom - Sapokanikan
Ich habe es immer noch nicht so ganz registriert, dass es fünf Jahre nach der fantastischen Triple-LP Have One On Me, nicht nur einen fantastischen neuen Song von Joanna Newsom gibt, sondern auch in absehbarer Zeit zwei LP's mit neuer Musik. Sapokanikan klingt wie eine Mischung von Newsoms bisherigem Schaffen und ist opulent mit Liebe zum Detail instrumentiert. Anstelle der Harfe steht eine wunderschöne Klaviermelodie im Mittelpunkt und natürlich diese wundervolle, charismatische Geschichtenerzählerin. Die fünf Minuten vergehen wie im Flug, während sich der Song absolut organisch zu einem dramatischen Höhepunkt steigert, aber dabei nie seine verspielte Qualität verliert.(Link)

 Julien Baker - Something
Die Musik von Julien Baker ist nicht groß und dramatisch, transportiert aber trotzdem wuchtige und universelle Gefühle. Something ist ein kleiner "großer"  Song über Abschied, in dem sich Resignation, Schmerz und Verzweiflung entladen. Wie bei Sprained Ankle ist es auch hier eine simple, hypnotische Gitarrenmelodie und natürlich die warme Stimme der 19-Jährigen(!), die direkt ins Herz schießen.(Link)

 Majical Cloudz - Silver Car Crash
Silver Car Crash ist ein wunderschönes Liebeslied, in dem sich strahlende Wärme und Ehrlichkeit mit einer enormen Intensität die Waage halten. Sänger Devon Welshs große, eindringliche Stimme gibt dem Text, der in anderen Händen sicher kitschig erscheinen würde, Anmut. Die schwelgerische Musik verbindet dazu gekonnt zurückhaltende Melodien mit 80er-Pop-Ästhetik.(Link)  

 Låpsley -Hurt Me / Burn
Holly Låpsley Fletcher schafft es mit einfachsten Mitteln wunderschöne Songs zu zaubern. Sie doppelt und manipuliert ihre Stimme, bis sie aus allen Richtungen zu kommen scheint, ohne dabei ihre menschliche, sehnsüchtige Qualität zu verlieren. Doch erstmals wagt sie sich hier in neue Gefilde vor. Auf Burn sind nur der plötzliche Beat und der mords-Bass neu, Hurt Me dagegen ist direkt ein ungewöhnlich großer und strahlender Pop-Song.(Link) & (Link) 

Freitag, 19. Dezember 2014

Best Of 2014: Songs Top 100

Um die schiere Fülle an guten Songs aus allen Genres, die ich höre auch nur ansatzweise auf 100 herunter zu brechen gibt es in dieser Liste pro Künstler nur einen Song (mit kleiner Ausnahme für FKA twigs).

Die vollständige Liste für Hartgesottene und eine „familienfreundlichere“ Version ohne die härteren Sachen gibt es am Ende der Liste zum Anhören auf Spotify. Songs, die nicht bei Spotify zu finden sind, habe ich direkt verlinkt.


1. LUH. - unites: „unites is a simple love song.“ heißt es in der Beschreibung, die gleichzeitig absolut zutreffend und doch ein gigantisches Understatement ist. Ellery James Roberts (ex-wu lyf) Stimme könnte eine Steuererklärung vertonen und es klänge wie die größte Liebeserklärung aller Zeiten. Der Song ist aus kurzen, äußerst effektiv eingesetzten Samples zusammen gesetzt, die gemeinsam mit Roberts Stimme im Laufe des Songs immer mehr an Intensität zunehmen. Man kann nur hoffen, dass Roberts nun nicht wieder für Jahre in der Versenkung verschwindet... 
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2. Run the Jewels – Oh My Darling Don't Cry (Hip Hop): Jeder der Songs auf dem Album könnte hier stehen oder das Album einfach die ersten 10 Plätze der Liste füllen. Killer Mike und El-P sind einfach so gut, dass es auch nach unzähligen Hördurchgängen noch unglaublich erscheint. Oh my Darling Don't Cry ist der wohl härteste Song auf dem Album und die beiden MC's stacheln sich dazu gegenseitig zu neuen Meisterleitungen des kreativen Shit Talk an.
3. Hundred Waters – Cavity (Electronic, Art Rock): Nicole Miglis Stimme ist eigentlich fast zu schön, um wahr zu sein. Auf Cavity rührt sie zu Tränen und ruft gleichzeitig Erfurcht hervor. Die Musik um sie unterstreicht und umspielt ihre gefühlvollen Gesang meisterhaft.  
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4. FKA twigs – Two Weeks (R&B): Stimme und Musik von FKA twigs waren schon immer eine geniale Mischung aus schön und verstörend - ein Alleinstellungsmerkmal im R&B. Auf Two Weeks zeigt sie äußerst eindrucksvoll, dass dieses Alleinstellungsmerkmal auch im Kontext einer  großen Hymne funktionieren kann und das sogar äußerst einprägsam.
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5. Angel Olsen – White Fire (Folk, Indie Rock): Ich weiß nicht, was beeindruckender ist: Die Kontrolle, die Angel Olsen über ihre Stimme hat, oder die Flut an Bildern und Emotionen, die sie mit jeder gesungenen Silbe hervor ruft. Begleitet wird diese fesselnde Naturgewalt auf White Fire fast nur von einem ebenso einfachen, wie hypnotischen Gitarrenspiel.
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6. The War on Drugs – Under the Pressure (Indie Rock, Folk Rock): Under The Pressure benutzt Zutaten von Musik, die heute oft abfällig als Classic Rock bezeichnet wird. Doch die Vertrautheit, die dieser Sound beim Hörer hervorruft, nutzen The War On Drugs um eine fast 9-minütige, in jeder Hinsicht zeitlose Hymne zu schaffen, die niemals altbacken und immer aufregend klingt.
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7. How to Dress Well – Face Again (R&B): Tom Krells ernsthafte, leidenschaftliche Stimme klingt manchmal wie Justin Timerlake aus einem düsteren Parallel-Universum. Die druckvolle, äußerst stimmungsvolle Produktion unterstreicht diese Vorstellung noch mit unheimlichen Stimm-Effekten und wabernden Melodiefetzen, zeigt aber auch, dass Beklemmung und Schönheit kein Widerspruch sein müssen.
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8. Bombay Bicycle Club – Carry Me (Indie Rock): Was Carry Me vor allem von anderen Indie Rock-Songs abhebt ist das unglaubliche Energie-Level, die der Song kontinuierlich hält. Es passiert so viel in gut 4 Minuten und alles fügt sich so nahtlos und doch so aufregend zu einem explosiven Hit zusammen. 
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9. alt-J – Bloodflood, Part II (Indie Rock, Art Rock): Zuerst ist es enttäuschend zu hören, dass manche Zeilen am Ende dieses unglaublich stimmungsvollen Songs improvisierter Quatsch waren. Doch eigentlich ist es umso beeindruckender, dass alt-j solche Gefühlsachterbahnen auslösen können, nur mit der Art "wie" sie singen.
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10. Arca – Thievery (Electronic, Ambient): Thievery klingt wie eine Symbiose aus Horrorfilm-Soundtrack und Reggae – auf dem Papier eine schlechte Idee, wird in Arcas Händen ein tanzbares, zutiefst beunruhigendes Songmonster daraus.



11. TOBACCO – Father Sister Berzerker (Electronic): Ich habe diesen Song zuerst in einem Serien-Abspann gehört und genau dahin passt dieses schräge, euphorische Meisterwerk auch perfekt...Oder auf eine gigantische House Party...Oder als Soundtrack für den ersten bemannten Flug zum Mars. Ein perfekt vertonter Adrenalinschub!
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12. Swans – She Loves Us (Noise Rock, Experimental): Gesungen von Michael Gira klingen die auf dem Papier fast lächerlich wirkenden Worte in diesem Song wie furcht einflößende Beschwörungen. Die Musik dazu passt sich der manischen Energie des Sängers an und bleibt über 17 Minuten in ständiger unruhiger Bewegung.
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13. S – Losers (Folk, Indie Rock): Losers erzählt eine Geschichte voller Hoffnungslosigkeit und Negativität. Es ist fast schon masochistisch sich diesen Song immer wieder anzuhören. Aber die Musik von Jenn Ghetto ist auch von einer zerbrechlichen Schönheit, der man nur schwer widerstehen kann. Und wenn schon im Elend suhlen, dann so...
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14. Banks – Drowning (R&B): Jillian Banks Gesang ist wütend und dann wieder lasziv, eine ebenso merkwürdige wie wirkungsvolle Kombination. Und die absolut massive Produktion um ihre Stimme, hebt Drowning noch viel weiter aus der R&B-Flut hervor.
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15. The Hotelier – Your Deep Rest (Pop Punk, Emo): In Your Deep Rest versucht Christian Holden den Selbstmord eines Freundes zu verstehen und verarbeiten. Sein ebenso eloquenter wie ehrlicher Text macht aus diesem schwierigen wie klischeebeladenen Thema einen äußerst berührenden Song.
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16. Interpol – My Desire (Post Punk): Würde mich jemand fragen, was Post Punk ist, würde ich ihm/ihr My Desire vorspielen: Majestätisch, kühl und doch voller Leidenschaft. Schön, dass Interpol wieder in Höchstform sind.
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17. The Notwist – They Follow Me (Electronic, Indie Rock): Entgegen üblicher Vorurteile ist bei The Notwist die elektronische Musik, wie ein warmer Klangteppich in den sich der Hörer schmiegen kann, während Markus Achers Gesang und die sporadischen Rock-Elemente kühl, zögerlich wirken. Zusammen schaffen diese Gegensätze Lieder von fremdartiger und doch irgendwie vertrauter Schönheit.
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18. Miserable – Halloween Dream (Shoegaze, Folk, Doom Metal): Die Musik von Miserable steckt voller musikalischer Widersprüche und unerwarteten Wendungen. Halloween Dream etwa klingt gleichzeitig nach Lo Fi-Folk und massivem Doom Metal, ist mächtiges Crescendo und entfernter Hilfeschrei zugleich.
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19. Nux Vomica – Choked At The Roots (Crust, Hardcore, Death Metal): Musikalisch und thematisch machen Nux Vomica eigentlich lupenreine Punkmusik. Doch sie strecken diese Mentalität zu endlos spannenden Songs von epischen Proportionen, die genug Raum bieten für ihre groß angelegte Gesellschaftskritik und einen schier unerschöpflichen Ideenreichtum.
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20. Breton - Envy (Indie Rock, Electronic, Art Rock): Envy ist eine irreführende Single-Auskopplung. Anders als der Rest des neuen Albums wird die Nachdenklichkeit und Melancholie zugunsten größerer Eingängigkeit zurück geschraubt. Trotzdem ist Envy nicht nur ein großartiger Popsong, er hat trotzdem auch die emotionale Wucht, die Bretons Musik auszeichnet. 


 
21. Strand Of Oaks – JM  (Folk, Indie Rock): Ich bin nie so ganz mit dem viel gefeierten, neuen Strand Of Oaks-Album warm geworden...aber in einem Jahr in dem ich wie besessen von der Musik von Jason Molina war, sorgte dieser sehr perönliche Tribut-Song mit seinem gigantischen Gitarren-Riff im Mittelpunkt regelmäßig für Gänsehaut.
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22. Self Defense Family – Aletta (Post-Hardcore, Post Punk)
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23. Warpaint – Love Is To Die (Indie Rock, Psychedelic Rock)
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24. Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tra-la-la Band - Take Away These Early Grave Blues (Post Rock, Punk): Trotz ständiger, verwirrender Namenswechsel macht das ehemalige Godspeed You! Black Emperor-Side Project durchgehend hochwertige Musik und selten waren sie so wütend, explosiv und aufregend wie auf ihrem schonungslosen neuen Album.
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25. Sharon van Etten – Your Love is Killing Me (Folk, Indie Rock)
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26. FKA x inc. - FKA x inc (R&B)
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27. White Lung – Drown with the Monster (Punk)
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28. Broken Bells – Perfect World (Indie Pop): Perfect World erinnert an Dance-Musik aus den 80ern und LCD Soundsystem – und das nur in der ersten Minute. Der Song nutzt seine über 6-minütige Laufzeit eindrucksvoll Pop, Dance Music und Folk zu verbinden. 
29. Clark – Unfurla (Electronic, IDM, Techno)
30. Spooky Black – Reason (R&B): Es ist schwer eine Stimme, die klingt wie eine sinnlichere Version von James Blake, mit diesem schmalen, immer bekifft aussehenden 16-Jährigen zu vereinbaren. Aber mit geschlossenen Augen und ohne Vorurteile macht Spooky Black einfach wunderschönen, berührenden R&B.


31. Sylvan Esso – Coffee (Electro Pop): Entschuldigung für den offensichtlichen Vergleich, aber die wunderbare Mischung aus entspanntem Electro Pop und zartem Folk ist wie die erste Tasse Kaffee des Tages, während langsam die Sonne aufgeht.
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33. Låpsley – Falling Short (R&B, Electronic): Holly Låpsley Fletcher aus Liverpool ist gerade 18 geworden, hat aber bereits eine Vertrag bei XL Recordings und einen Hype, der sie bald zum Star machen wird. Das liegt zum Glück vor allem an ihrer tollen Stimme, irgendwo zwischen Adele und Hannah Reid (London Grammar) und ihrer unglaublich sinnlichen Musik, die oft an James Blake erinnert.
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34. Galantis – You (House)
35. St. Vincent – Bring Me Your Loves (Art Rock)
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36. Caribou – Our Love (Electronic)
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37. Zola Jesus – Dangerous Days (Synth Pop): Die Drums auf Dangerous Days sind ansteckend, der Song tanzbar und poppig. Damit ist der Song ein Fremdkörper auf dem enttäuschenden neuen Album Taiga, aber eine hervorragende Single-Auskopplung.
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38. Pharmakon – Autoimmune (Noise)
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39. Woven Hand – Good Shepherd (Alt-Country, Folk Rock, Hard Rock): David Eugene Edwards ist nach wie vor der einzige Prediger, dem ich folgen würde und auf seinem neuen Album hat er erstmals eine musikalische Untermalung, die seiner mächtigen, apokalyptisch-religiösen Theatralik gewachsen ist.
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40. Cold Specks – Bodies At Bay (Soul)


41. Lil Herb - Another Day ft King Louie (Hip Hop): Weder musikalisch noch lyrisch fügt Lil Herb Gangsta Rap etwas großartig Neues hinzu, aber Stimme, Flow und Präsenz des erst 19-Jährigen sind beeindruckend und werden ihn sicher bald zu einem großen Star machen. 
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42. Poppy Ackroyd – Feathers (Contemporary Classical, Ambient)
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43. Whomadewho – Dreams (Indie Pop): Es ist auf den ersten Blick etwas befremdlich, dass Whomadewho plötzlich lupenreine, 80er-inspirierte Popmusik machen. Aber Songs wie Dreams sind so eingängige, gute gemachte Hits, dass man schnell süchtig wird. 
44. Sarah Jaffe – Either Way (Folk, Pop, Electro Pop)
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45. Priests – New (Punk): Katie Alice Greer schreit sich die Seele aus dem Leib und strahlt dabei selbst auf Platte so viel Charisma aus, dass man eigentlich wild durch den Raum tanzen MUSS. Die Musik von Priests klingt dazu mit seinen Anti-Surfer-Gitarren-Riffs, markanten Bass-Lines und erbarmungslosem Drumming zu jeder Sekunde aufregend und neu.
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46. Death from above 1979 – Crystal Ball (Indie Rock)
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47. Clickclickdecker – Ausbalancieren (Folk, Indie Pop)
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48. The Rural Alberta Advantage – 45/33 (Indie Rock, Folk Rock)
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49. Esben and the Witch – No Dog (Post Punk, Post Rock): Ich habe Esben And The Witch immer unterschätzt und in falsche Schubladen gesteckt, bis ich zufällig diesen Song mit zugehörigem Live-Video hörte/sah und absolut weg geblasen wurde.
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50. Jason Feathers – Leave your Stain (Hip Hop, Soul)


51. Wife – Tongue (Electronic): Tongue ist wie das gesamte Debüt von Wife eine Meisterleistung im Aufbau wie auch der Entladung von musikalischer Spannung.
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52. YOB – In Our Blood (Doom Metal)
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53. Baths – Ocean Death (Electronic)
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54. Spaceman Spiff – Teesatz (Indie Pop): Trotz der städtischen Pseudonyme ist Teesatz eine sehr persönliche Geschichte über das Scheitern und die Freundschaft. Kitschig, aber herzerwärmend.
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55. Jessie Ware – Say You Love Me (R&B, Soul)
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56. Xiu Xiu – Stupid In The Dark (Post Punk, Noise, Electronic): Hinter der affektierten Stimme von Jamie Stewart und dem brodelnden Post Punk von Xiu Xiu, verbirgt sich ein emotionaler Abgrund, der manchmal kaum zu ertragen, aber auch unglaublich faszinierend ist.
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57. Broken Twin - Sun Has Gone (Piano Music)
58. Attendant – Wax Pages (Punk, Indie Rock)
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59. Lyvten – Laufen Auf Repeat (Punk Rock)
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60. Indian – Rape (Sludge, Doom Metal): Indians Musik ist hässlich, brutal und so so so unglaublich druckvoll, dass es mir die Nackenhaare aufstellt und ein fettes Grinsen aufs Gesicht zaubert.

61. Gridlink – Island Sun (Grindcore): Gridlinks letztes Album ist eine Lehrstunde in technisch brillantem, kompromisslosen und vor allem kontinuierlich unterhaltsamen Grindcore.
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62. Future Islands – Seasons (Waiting On You) (Synth Pop)
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63. EMA - Satellites (Electronic, Folk)
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64. Tiny Ruins – Me At The Museum, You In The Wintergarden (Folk)
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65. My Brightest Diamond – This Is My Hand  (Art Pop)
66. Old Man Gloom - Burden (Sludge, Post Metal)
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67. Cloud Nothings – Pattern Walks (Indie Rock, Punk Rock): Das neue Album von Cloud Nothings klingt mir oft zu gewollt schnodderig und punkig, aber das wunderbar dreckige, intensive Pattern Walks macht viel Spaß.
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68. Afghan Whigs – The Lottery (Indie Rock)
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69. havarii. - Herbst (Post Punk, Post-Hardcore): Die Ernsthaftigkeit von havarii. Ist sicher nicht für Jeden, aber die Mischung aus Verzweiflung und Resignation in der Stimme von Sängerin Mareike erinnert mich an die Glanzzeiten von Escapado. 
70. Owl John – Don't Take Off The Gloves (Folk, Indie Rock)


71. Vince Staples – Hands Up (Hip Hop)
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72. Hurray For The Riff Raff – Blue Ridge Mountain (Blues, Folk)
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73. We Were Promised Jetpacks – I Keep It Composed (Indie Rock): Die neue Platte der Schotten war eine große Enttäuschung, es blieb einfach wenig hängen und es klang zu sehr nach Baukasten. I Keep It Composed ist eine schöne Ausnahme – episch und aufwühlend, wie die besten Songs der Band.
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74. Chumped – Penny (Pop Punk)
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75. A Sunny Day in Glasgow – The Body, it Bends (Shoegaze, Dream Pop)
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76. HVOB – Window (Deep House)
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77. Grimes – Go (Indie Pop): Ich kann verstehen, wieso Rihanna diesen Song abgelehnt hat und auch wieso Grimes-Puristen ihn verabscheuen. Was ich aber nicht verstehen kann ist, wieso der Song und das abgefahrene Video dazu Grimes nicht zu einem größeren Pop-Star gemacht haben. 
78. United Nations – Serious Business (Post-Hardcore)
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79. Flying Lotus – Never Catch Me (feat. Kendrick Lamar) (Hip Hop)
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80. Grand Griffon – Siste lijner (Punk): Meine zwei Lieblings-“Sänger“ deutschsprachiger Musik der härteren Gangart (Ex-Escapado & Captain Planet) – eine Gipfeltreffen, das nicht enttäuscht.

81. clipping. - Inside Out (Hip Hop): Die sehr ungewöhnliche Wortakrobatik und die minimalistische Produktion mit Noise-Anleihen machen clipping zu einer spannenden Gruppe, irgendwo zwischen Aesop Rock und Death Grips. 
82. Giant Squid – Thera (Sludge, Post Metal) 
83. Gazelle Twin – Anti Body (Electronic): Für Fans von The Knife und Planningtorock, die es gerne auch noch etwas düsterer und abgefahrener mögen, ist Gazelle Twin aus Brighton genau das Richtige.
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84. Sam Amidon – Down The Line (Folk) 
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85. Boosie Bad Azz – Crusin feat. Yo Gotti (Hip Hop)
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86. Witch Mountain – Psycho Animundi (Doom Metal): Uta Plotkins riesige, wandelbare Stimme macht aus Witch Mountain viel mehr als nur eine Gruppe von Black Sabbath-Jüngern und Psycho Animundi ist ein fantastischer Beweis für ihr Talent.
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87. ceo – Wonderland (Electro Pop)
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88. Lykke Li - No Rest For The Wicked (Indie Pop): Das Lykke Li's aktuelles Album - trotz des massiven Erfolgs des Vorgängers - bereits fast vergessen ist, liegt sicher ebenso an der düster-traurigen Grundausrichtung als auch an der daraus geschuldeten musikalischen Gleichförmigkeit der Songs. No Rest For The Wicked bleibt dennoch eine zu unrecht übersehene Power-Ballade erster Güte.
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89. Punch - Worth More Than Your Opinion (Hardcore)
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90. Tweedy – Low Key (Indie Rock)


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93. Mica Levi - Love (Soundtrack, Ambient): Der Soundtrack von Under The Skin gibt dem ohnehin schon beunruhigenden Film eine neue Dimension des Schreckens. Love ist ein Moment außerirdischer Schönheit in einem ansonsten fast zu unheimlichen Soundtrack.
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94. Damien Jurado – Return To Maraqopa (Folk, Indie Rock)
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96. Júníus Meyvant – Color Decay (Folk, Indie Rock): Wieder mal bewahrheitet sich die Regel, auf Videos von Musikern, die isländisch klingen oder aussehen, sollte man immer erst mal klicken. Auch die erste Veröffentlichung von Júníus Meyvant ist eine angenehme Überraschung. Große, ausufernde Popmusik.
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97. Antilopen Gang – Outlaws (Hip Hop)
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98. Hiss Golden Messenger – Saturday's Song (Folk)
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99. Eyehategod – The Age Of Bootcamp (Sludge): Nach sage und schreibe vierzehn Jahren voller Nebenprojekte und persönlicher Rückschläge, veröffentlichen die Sludge Metal-Urväter und New Orleans-Legenden doch noch ein Album und klingen als ob sie nie weg gewesen wären.
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100. Dillon – The Unknown (Electro Pop)
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Song-Auswahl: 

 


Alle 100 Songs (fast):